Blindenleitsystem

Die Gleichstellung behinderter Menschen ist in Deutschland Recht und Gesetz. So müssen Straßen, Plätze, Gehwege und Verkehrsanlagen wie Haltestellen oder Kreuzungen heute barrierefrei gestaltet werden.

Taktile Leitsysteme werden oft auch als Bodenindikatoren oder auch Blindenleitsysteme bezeichnet und können mit den Füßen und dem Langstock ertastet werden. Die Leitsysteme gehören in Deutschland heute mehr und mehr zum Stadtbild und werden auch immer häufiger in Gebäuden eingesetzt. Die Orientierung blinder und sehbehinderter Menschen ist insbesondere in öffentlichen Bereichen wie Behörden, Krankenhäusern und Bahnhöfen sehr wichtig und kann durch spezielle Blindenleitsysteme realisiert werden. Als Blindenleitsystem werden taktile Systeme bezeichnet, die blinden und sehbehinderten Menschen das selbständige Orientieren mit Hilfe eines Blindenstocks im öffentlichen Raum ermöglichen. Blindenleitsysteme kommen zum Beispiel an Bushaltestellen, an Bahnhöfen und in öffentlichen Gebäuden wie zum Beispiel Krankenhäuser, Schwimmbäder und Behörden zum Einsatz. Alle Lebensbereiche, speziell im öffentlichen Bereich können durch ein hochwertiges und gut ausgestattetes Leitsystem für Blinde so gestaltet werden, dass sehbehinderte Menschen ohne fremde Hilfe am Leben in der Gesellschaft teilnehmen können.

Die wahrscheinlich bekannteste Komponente eines Blindenleitsystems sind taktile Bodenindikatoren. Diese bestehen aus Rillen- oder Noppenplatten und kommen im Außenbereich vor allem an Haltestellen und Bahnsteige als sogenannte Aufmerksamkeitsfelder zum Einsatz. Sie markieren Einstiegsfelder oder warnen vor Hindernissen.

Im Innenraum, zum Beispiel in Krankenhäusern und Behörden, führen sogenannte Leitlinien zu wichtigen Zielen, etwa Ein- und Ausgängen, Treppen, Aufzügen oder über große Flächen (z.B. Plätze), die wenig Orientierung bieten. Des Weiteren helfen diese Systeme Hindernisse zu umgehen. Aufmerksamkeitsfelder können sehr unterschiedliche Funktionen haben:

  • Abzweigfelder weisen auf Verzweigungen oder Richtungswechsel hin
  • Richtungsfelder zeigen Richtungen, z.B. bei Fahrbahnquerungen an
  • Auffindestreifen weisen auf den Beginn eines Blindenleitsystems oder auf seitlich gelegene Ziele hin, z.B. Haltestellen oder Aufzüge
  • Einstiegsfelder markieren den Einstieg, z.B. an Bushaltestellen
  • Warnfelder warnen vor Hindernissen
  • Auffangstreifen begrenzen begehbare Flächen, z.B. auf Bahnsteigen

Montiert werden die Blindenleitsysteme (Bodenindikatoren) im Außenbereich auf normalen Asphaltstraßen, sowie Beton und Granit. Im Innenbereich sind die Indikatoren zur Installation für Marmor- oder Granitpflaster, sowie Keramik- und Holzfußböden geeignet. Die Leitsysteme richten sich nach dem Deutschen Institut für Normen DIN 32984, sowie der Österreichischen Norm ÖNORM B1600 oder auch an die Deutsche Bahn betriebsinterne Baurichtlinien Norm DS 813 DB AG. Die taktilen Indikatoren können auch nachträglich ohne größeren Aufwand durch Klebe- oder Bohrmontage nachgerüstet werden. Durch Bohrmontage kann dieses System auch sehr gut im Außenbereich installiert werden.

Der Zweck von Blindenleitsystemen ist es, Blinden und Sehbehinderten durchgängige Wegeketten zu bieten und ihnen die Nutzung der entsprechenden Einrichtungen zu ermöglichen.

Unser Anspruch ist es, die Welt für blinde und sehbehinderte Menschen so positiv wie möglich zu gestalten!

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